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Sonnenbrand und Sonnenallergie

Zu viel Sonne strapaziert die Haut: Rötungen, Juckreiz oder Bläschen sind die Folge. Handelt es sich dann um eine Sonnenallergie oder einen Sonnenbrand? Die Unterscheidung ist wichtig, um die Beschwerden richtig zu behandeln.

Sonnenbrand (fototraumatische Hautreaktion): Akute Hautreaktion auf übermäßige Bestrahlung mit Sonnenlicht, besonders dem Anteil an UVB. Das Ausmaß ist abhängig vom Hauttyp sowie von der Dauer und Intensität der Lichteinstrahlung. Ein Sonnenbrand heilt meist ohne sichtbare Spuren, schädigt aber langfristig die Haut und erhöht v. a. bei Auftreten in den ersten zwei Lebensjahrzehnten das langfristige Risiko für Hautkrebs.

Leitbeschwerden

  • Schmerzhafte Rötung, eventuell auch Schwellung und Jucken der betroffenen Hautbereiche, 4–8 Stunden nach Sonnenexposition einsetzend
  • Eventuell Blasenbildung, begrenzt auf das betroffene Areal
  • Eventuell Übelkeit und Kopfschmerzen bis hin zu Fieber und Erbrechen als Hinweis auf einen zusätzlichen Hitzschlag oder Sonnenstich
  • 36–48 Stunden nach Sonnenexposition lassen die Beschwerden nach, etwa 1 Woche danach beginnt sich die Haut abzuschälen

Die Erkrankung

Akuter Sonnenbrand stellt eine Verbrennung der Haut dar. Er entsteht überwiegend durch UVB-Strahlen, die auch für die langfristige Bräunung verantwortlich sind. Gefährdet sind besonders die „Sonnenterassen“ des Körpers: Nase, Schultern und Füße. Etwa 3–8 Stunden nach dem Sonnenbad rötet sich die Haut (Sonnenbrand 1. Grades), schwillt an und bildet eventuell Blasen (Sonnenbrand 2. Grades). Sie spannt, brennt, ist berührungs- und druckempfindlich. Treten Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber auf, lassen sie sich auf einen Sonnenstich zurückführen.

Sonnenbrände werden oft verharmlost, da die Reparaturmechanismen der Haut in der Regel innerhalb weniger Tage eine scheinbar vollständige Heilung bewirken. Wird diese Fähigkeit jedoch langfristig überfordert, steigt das Risiko für Krebsvorstufen ((aktinische Keratose) und das maligne Melanom (Hautkrebs). Die Gefahr ist nach mehrfachen Sonnenbränden im Kindes- und Jugendalter besonders hoch.

Bei manchen Menschen reagiert sonnenentwöhnte Haut im Frühjahr mit einer Sonnenallergie (Lichtdermatose, Photodermatose) auf den UVA-Anteil der ersten intensiven Sonnenbäder. Nach Stunden bis Tagen kommt es zu Hautveränderungen wie roten Flecken, Quaddeln, Knötchen, Bläschen oder Rötungen, verbunden mit starkem Juckreiz. Wenn die Beschwerden abgeklungen sind, lässt sich die Haut meist problemlos an das Sonnenlicht gewöhnen. Eine besondere Form der Sonnenallergie stellt die Mallorca-Akne dar. Sie äußert sich durch Knötchen und starken Juckreiz im Bereich des Dekolletés, der Schultern oder des oberen Rückens. Im Gegensatz zur normalen Akne treten keine Eiterbläschen auf. Mallorca-Akne stellt häufig eine Reaktion auf Bestandteile von Sonnenschutzmitteln (wie Emulgatoren oder Fette) dar, tritt jedoch gelegentlich auch auf unbehandelter Haut auf.

Manche Medikamente machen die Haut empfindlicher gegen UV-Strahlung, sodass bereits mäßige Sonnenbestrahlung zu einem heftigen Sonnenbrand führt. Eine derartige fototoxische Reaktion ist z. B. möglich nach Einnahme bzw. äußerer Anwendung von manchen Neuroleptika, Antibiotika, Schmerzmitteln, Mitteln zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, Johanniskrautpräparaten, Arnika, Baldrian und Vitamin-A-Präparaten zur Behandlung von Akne. Neben Medikamenten verursachen gelegentlich auch Nahrungsmittel mit Buchweizen eine fototoxische Reaktion, ebenso ätherische Öle in Parfums.

Vorsorge

Vermeiden Sie intensive Sonneneinstrahlung, vor allem in den Mittagsstunden, und schützen Sie sich durch geeignete Kleidung oder Sonnenschutzmittel. Eine langsame Steigerung der Aufenthaltsdauer in der Sonne verringert die Sonnenbrandgefahr und führt zu einer lang anhaltenden, schützenden Bräune. Wenn Sie zu Sonnenallergie neigen, sollten Sie auf Sonnenbäder ganz verzichten. Leiden Sie unter einer chronischen Hauterkrankungen, fragen Sie Ihren Arzt, ob ausgedehnte Sonnenbäder die Erkrankung verbessern (möglich, aber eher selten) oder verschlimmern.

Eine Mallorca-Akne lässt sich häufig durch emulgatorfreie Sonnenschutzmittel vermeiden, z. B. Ladival® Allergische Haut oder sun ozon sensitiv®).

Quelle:
www.@apotheken.de
Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski

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